KCA und AQA sind unverzichtbar für heimischen Arbeitsmarkt

Susanne Simmler im Gespräch mit Kreishandwerksmeistern

Die Schnittstellen zwischen dem Main-Kinzig-Kreis und den Kreishandwerkerschaften sind vielfältig. So ist das Landratsamt ein attraktiver Auftraggeber und übernimmt als Schulträger aber vor allem mit der Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) auch Verantwortung für den Berufseinstieg junger Menschen. „Wir stehen hier im regelmäßigen Austausch mit den Handwerkerschaften und der IHK, um die jeweiligen Anforderungen abzugleichen“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Angesichts der fehlenden Fachkräfte gerade im handwerklichen Bereich sind das Kommunale Center für Arbeit (KCA) und die Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) unverzichtbare Organisationen. Bis zu 5.000 Menschen durchlaufen hier pro Jahr die verschiedenen Maßnahmen, über 60 junge Menschen erwerben hier jährlich ihren Berufsabschluss. „Die Ergebnisse sind beeindruckend und sprechen für die gute Arbeit an den Standorten in Gründau und Hanau“, berichten Kreishandwerksmeister Joachim Wagner, Geschäftsführer Klaus Zeller (Gelnhausen/Schlüchtern) sowie Kreishandwerksmeister Martin Gutmann und sein Stellvertreter Manfred Köhler (Hanau) aus ihrer Erfahrung. Immer wieder absolvieren Einige der Auszubildenden ihre Abschlussprüfung mit beneidenswerten Topnoten nach den Standards der Industrie- und Handelskammer.

Mittlerweile bietet die kreiseigene Gesellschaft 13 verschiedene Ausbildungsberufe an, vom Konstruktionsmechaniker, Änderungsschneider über Koch und Tischler bis hin zum Kaufmann für Büromanagement beziehungsweise zur Kauffrau im Einzelhandel. Zum Teil werden sie an Standorten der AQA, teilweise direkt in Unternehmen ausgebildet. Hinzu kommen noch mehrere verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen und Module, die sich am Ausbildungsgrad und der Lebenssituation der Menschen orientieren.

„Entscheidend für ein selbstbestimmtes Leben ist eine gute Ausbildung und Qualifizierung. Das sind daher die Grundpfeiler der AQA“, sagt Simmler im Gespräch mit den Vertretern des Handwerks. Eine weitere wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg sei die gute Vernetzung mit der Arbeitswelt. Schließlich sei es das vorrangige Ziel, dass die jungen Menschen am Ende direkt in eine feste, sozialversicherungspflichtige Arbeit wechseln und sich dort auch bewähren können. Und das gelingt bei praktisch allen Absolventen der AQA.

„Der enge Austausch mit den heimischen Betrieben und Wirtschaftsunternehmen hat sich hier über Jahre bewährt“, bestätigen die Kreishandwerksmeister. Entscheidend für die vielen Erfolgsgeschichten, seien die hohen Anforderungen und realistischen Rahmenbedingungen wie in den „normalen“ Betrieben: Die Werkstatt, die Ausbilder, der Ausbildungsplan, die Azubis, die Urlaubsregelung: Kaum etwas unterscheidet sonst den Arbeitstag der jungen Männer und Frauen bei der AQA von einem regulären Handwerksbetrieb.

Nur die begleitende sozialpädagogische Betreuung ist eine notwendige Ergänzung. „Die Schicksale der Menschen, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen, sind sehr verschieden“, betont die Erste Kreisbeigeordnete. „Schwache Schulabschlüsse, familiäre Schicksalsschläge, Suchterfahrungen, andere Probleme im privaten Umfeld, das alles kann dazu führen, dass Menschen keine Ausbildung finden, sie abbrechen oder sich umorientieren müssen“, berichtet sie. Bei der AQA finden sie Ansprechpartner, die ihnen direkt helfen, auch weit über das Beruflich-Fachliche hinaus.

Die überwiegende Zahl der Männer und Frauen nutzt diese Chance, um anschließend auf eigenen Beinen zu stehen. Und zahlreiche Handwerksbetriebe sind dabei aktive Partner und „dankbare Arbeitgeber, wie Joachim Wagner, Klaus Zeller, Martin Gutmann und Manfred Köhler bestätigen.

2018-09-28T09:28:05+00:00 04. 09. 2018|