Spanische Küche, englische Farbe und ein irisches Büro

Feierstunde in Hanau: AQA-Azubis als Erasmus-Stipendiaten in Europa unterwegs

Vier junge Auszubildende der Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) des Main-Kinzig-Kreises nutzten im Sommer 2018 die Möglichkeit, berufsspezifische Auslandserfahrung zu sammeln. Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler traf im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Hanau auf die vier Rückkehrer. „Grenzüberschreitend den eigenen Horizont zu erweitern, ist eine fantastische Chance für junge Menschen“, freut sich Simmler, die neben der AQA auch die Verantwortung für das ebenfalls kreiseigene Kommunale Center für Arbeit (KCA) trägt. „Eine Chance, die nicht nur das Vorrecht von Studierenden oder sozial priviligierten Jugendlichen sein sollte“, stellt sie klar.

Um hier für mehr gesellschaftliche Gerechtigkeit zu sorgen, hat die Europäische Union das Programm Erasmus+ aufgelegt und damit ihr, seit vielen Jahren etabliertes, Stipendien-Programm für Studenten auch auf Auszubildende erweitert. Um die Umsetzung kümmert sich in diesem Fall das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW). An dessen Adresse richtete die AQA die umfangreichen Bewerbungen. „Die Teilnahme ist keinesfalls ein Selbstläufer“ weiß Hans-Jürgen Scherer, Geschäftsführer der AQA. „Da sich unser Ausbildungsangebot vor allem an junge Menschen richtet, die sich auf dem regulären Arbeitsmarkt etwas schwerer getan haben, freut uns dieser Erfolg doppelt.“

Zwischen vier und sechs Wochen können die Stipendiaten in einem anderen europäischen Land konkrete Erfahrungen in dem Berufsfeld ihres Ausbildungsganges sammeln. Dafür erhalten sie Zuschüsse zu Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung. Zwei angehende Kauffrauen für Büromanagement lernten die Business-Kultur auf der grünen Insel in Irland kennen. Eine zukünftige Malerin und Lackiererin blickte in englische Farbtöpfe und ein designierter Koch stand in einer spanischen Küche.

„Von dem, was unsere jungen Klienten in diesem Sommer erlebt haben, profitieren sie mit Sicherheit auf ihrem weiteren Weg“, zeigt sich Beate Langhammer, Stellvertretender Vorstand des KCA-Jobcenters, überzeugt. Das KCA unterstützt und begrüßt das Engagement seiner Schwester-Gesellschaft AQA ausdrücklich. Diese hatte am 24. August 2018 alle Beteiligten zur Zertifikatsübergabe nach Hanau eingeladen. Die erfolgreichen Stipendiaten schilderten lebhaft von ihren Eindrücken und Erlebnissen. Unter den Gästen weilten neben Susanne Simmler sowie Vertretern von AQA und KCA auch solche des BWHW und der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern.

 

2018-09-05T09:59:38+00:0003. 09. 2018|