Zahl der Langzeitarbeitslosen im Main-Kinzig-Kreis weiter auf niedrigem Stand

Monatsüberblick April 2019

Monatsmeldung April Schwerpunkt Omnibusfahrer für Hanau

Das Jobcenter des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA), präsentiert und kommentiert monatlich relevante Zahlen aus dem Geltungsbereich des Sozialgesetzbuches II (SGB II). Darüber hinaus stellt es wechselnde Schwerpunktthemen vor.


Aktueller Überblick

Die Quote der Arbeitslosen nach dem SGB II stabilisiert sich im weiter auf einem erfreulich niedrigen Niveau und liegt im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 2,8 Prozent. Das entspricht im April 2019 exakt 6.298 Arbeitslosen im MKK. Insgesamt bezogen in diesem Zeitraum 25.850 Personen Leistungen nach dem SGB II, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es gelang dem Jobcenter im April 281 Arbeitsuchende in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Zahl der Neuanträge lag bei 479. Im gleichen Zeitfenster nahmen 986 Klientinnen und Klienten des KCA-Jobcenters an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung teil. Die Bandbreite dieser Maßnahmen ist sehr weit und reicht von niedrigschwelligen Angeboten bis hin zu arbeitsmarkt-nahen Qualifizierungen. Schwerpunkt der Betrachtung ist in diesem Monat das aktuelle Arbeitsmarktprojekt Busfahrerinnen / Busfahrer.


Themen-Schwerpunkt April 2019 – Projekt mit der Hanauer Straßenbahn GmbH

„Wir streben danach, sowohl den Anforderungen des Arbeitsmarktes, den Bedürfnissen unserer Klientinnen und Klienten als auch den Interessen der Öffentlichkeit ausgewogen gerecht zu werden“, führt Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete und Verwaltungsratsvorsitzende des KCA, aus. Ein positives Beispiel hierfür sei die Zusammenarbeit des Kommunalen Jobcenters mit der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB). Das gemeinsame Ziel: Arbeitsuchende, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, zu Busfahrerinnen und Busfahrern qualifizieren. „Die HSB stellt sich den demographischen Veränderungen, die Erwerbslosen ergreifen einen Beruf, der ihnen hervorragende Perspektiven bietet und nicht zuletzt profitieren die Bürgerinnen und Bürger im Großraum Hanau davon, wenn der Öffentliche Personennahverkehr mit einer soliden Personaldecke ausgestattet ist“, bringt Michael Krumbe, Vorstand des KCA-Jobcenters, die Vorteile für alle Beteiligten auf den Punkt.

Um das Interesse potentieller Berufskraftfahrer für die Personenbeförderung zu wecken, lädt das KCA-Jobcenter seit Mitte April 2019 gezielt geeignete Kandidatinnen und Kandidaten aus dem westlichen Kreisgebiet zu Informationsveranstaltungen ein. „Um die Menschen für diesen abwechslungsreichen und zukunftssicheren Job zu begeistern, haben wir einen kurzen Film produziert, der unter anderem auf unserer Webseite zu sehen ist .“ Nach intensiven Einzelgesprächen gehen die verbliebenen rund zwanzig Interessenten im Mai in eine weitere Bewerbungsveranstaltung mit der HSB. Es folgen Kurzpraktika und wenn dann alle Ampeln auf Grün stehen, startet die sechsmonatige Ausbildung bei der Fortbildungsakademie der Wissenschaft (FAW). Diese organisiert als freier Träger den Führerscheinerwerb und vermittelt zusätzlich soziale Lehrinhalte – etwa den service-orientierten Umgang mit Fahrgästen. Ende des Jahres sollen die frischgebackenen Berufskraftfahrer im Personenverkehr dann auf Hanaus Straßen ihren Dienst aufnehmen.

„Rhein-Main wächst, Hanau wächst – wir sind in der glücklichen Lage, dass wir unser Verkehrsangebot ausbauen können. Dafür benötigen wir gut qualifizierte und zuverlässige Fachkräfte – ebenso als Ausgleich für Kolleginnen und Kollegen, die mittelfristig in den wohlverdienten Ruhestand gehen werden“, begründet HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte die Kooperation mit dem Jobcenter des Main-Kinzig-Kreises. Er ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit dem KCA ist langjährig und erfolgreich, weil wir hier Ansprechpartner haben, die sich auskennen und wissen, was relevant für uns ist.“ „Über so ein Lob freuen wir uns natürlich und das spornt uns an, weiterhin ein kompetenter Partner für Unternehmen auf dem regionalen Arbeitsmarkt zu sein“, so Simmler, die resümiert: „Wenn Arbeitgeber, Arbeitsuchende und Kommunales Jobcenter an einem Strang ziehen, gewinnen am Ende alle.“

2019-05-07T09:27:06+00:0007. 05. 2019|