KCA-Jobcenter und Quartiersmanagement Hanau arbeiten Hand in Hand

„Große Familien sind ein Segen! Sie sind mit Blick auf die Vereinbarkeit von Erziehungsverantwortung und Beruf aber auch eine große Herausforderung“, weiß Grit Ciani, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA). Die Richtigkeit ihrer Aussage überprüfte Ciani am 11. Februar 2020 bei einem zwanglosen Austausch im Weststadtbüro Hanau-Kesselstadt. Hierhin hatte sie die Quartiersmanagerin, Eftelya Erbasli, eingeladen. Das Weststadtbüro ist Teil des Hanauer Quartiersmanagement, mit dem die Gebrüder-Grimm-Stadt vielfältige lokale Angebote unterbreitet. Eine feste Instanz ist das wöchentliche Frauen-Café. Die Teilnehmerinnen weisen mehrheitlich einen Migrationshintergrund auf und alle eint ein großer Kindersegen. Da viele dieser Mütter, die drei und mehr Kinder haben, ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bewältigen können, informierte Grit Ciani über das Leistungsspektrum des Sozialgesetzbuches II (SGB II) sowie die vielfältigen Qualifizierungs- und Integrationsstrategien des Jobcenters. „Viele der Frauen sind sehr jung Mütter geworden, sie haben häufig keinen in Deutschland anerkannten Schul- oder gar Ausbildungsabschluss“, führt Michael Krumbe, Vorstand des KCA, aus. Genau für diese Lebensumstände entwickelt das KCA-Jobcenter Perspektiven, um auch nach der Familienphase noch einmal realistische Berufschancen zu ermöglichen. Eindrucksvoll und stolz berichteten die Mütter, wie sie sich für die gute schulische und berufliche Ausbildung ihrer Kinder einsetzen. Die junge Generation nutzt ihre Chancen und legt so mit dualer Ausbildung und Studium vielversprechende Lebensgrundlagen von Anfang an. „Umso wichtiger ist es“, betont Krumbe, „dass wir einen engen und vertrauensvollen Kontakt pflegen und nah an den Menschen sind“. Er lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich das Hanauer Quartiersmanagement für die bewährte Zusammenarbeit mit dem Jobcenter des Main-Kinzig-Kreises.